Zusammenziehen oder lieber doch nicht?

Wenn eine Beziehung gut läuft, stellt sich meist irgendwann automatisch die Frage, ob man zusammenziehen soll oder nicht. Darum lohnt es sich, Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abzuwägen, bevor man sein Appartement kündigt und mit Freund/in zusammenzieht. Denn die Entscheidung für das Leben unter einem gemeinsamen Dach kann in den Himmel oder auch die Hölle führen.

Man weiß nicht, was es bedeutet, bevor man es nicht selbst erlebt hat: Ab dem Moment, an dem man zusammenwohnt, ist es nichts Besonderes mehr, sich zu sehen. Es wird zum Alltag und man strengt sich nicht mehr so sehr für den Partner an. Sie/er ist ja sowieso (fast) immer da. Oftmals schleicht sich auch Langeweile ein, und der Kick wird außerhalb der Beziehung gesucht. Dinge beginnen, einen zu nerven, die man bis dato noch nicht einmal wahrgenommen hatte. Manchmal ist es tatsächlich die berühmte Zahnpastatube, die ein Zusammenleben scheitern lässt. Sie/er rollt sie anders auf als man es gewohnt ist, oder, noch schlimmer: gar nicht! Lässt sie nach Gebrauch auch noch offen liegen, wohlmöglich auf dem Badezimmerboden. „Und es passiert immer und immer wieder, obwohl ich es ihr/ihm schon hunderttausend Mal gesagt habe!“ Solche scheinbaren Kleinigkeiten können zum Auslöser eines riesigen Dramas werden, bei dem man sich oft gegenseitig für Eigenschaften, Schwächen oder Probleme beschuldigt, die man selbst (offen oder versteckt) in sich trägt.

Es ist generell eine Herausforderung, zusammen zu leben, aber es ist nochmal eine andere Nummer, in einer Beziehung zusammen zu leben. Denn hier geht es ja nicht nur um sich verstehen und den Alltag einigermaßen zu meistern, hier geht es um eine Vielzahl von Bedürfnissen und Ansprüchen, die alle vom Beziehungspartner erfüllt werden müssen. Unbewusst werden oft Dramen inszeniert, die in der Kindheit entstanden und noch nicht gelöst sind. Denn unser Beziehungspartner spiegelt ganz direkt unser Innerstes wider, auch wenn es manchmal ein ganzes Leben lang dauert, bis man sich im Spiegel des anderen erkennt. Franz Grillparzer hat es einmal sehr schön formuliert: „Ich suchte Dich und habe mich gefunden“.

Es kommt immer auf das WIE an. Wenn man eine schöne Balance findet zwischen Zeit zusammen verbringen und auch mal alleine etwas unternehmen, kann das Zusammenleben sehr bereichernd sein und manchmal sogar ein Leben lang funktionieren. Doch feste Regeln gibt es hier nicht. Die Liebe spricht ihre eigene Sprache.

Eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist etwas sehr Kostbares. Man sollte sie hegen und pflegen und niemals als etwas Selbstverständliches ansehen. Dies gilt besonders dann, wenn man zusammen lebt.

Um nicht ganz unvorbereitet ins kalte Wasser zu springen, kann man es mit dem Zusammenleben ja erst einmal für ein paar Tage versuchen. Ab und zu ein Wochenende oder gar mal eine Woche lang. So kann man ein bisschen üben und sich dem wirklichen Zusammenleben schrittweise annähern. Auch im Urlaub lernt man sich ganz anders kennen, als wenn man sich nur sporadisch sieht und ab und zu eine Nacht miteinander verbringt. Auf einer gemeinsamen Reise ist man Tag und Nacht zusammen und erlebt den Partner in den verschiedensten, manchmal vollkommen unerwarteten Situationen. Und: bei Krisen im Urlaub gibt es nicht so einfach Rückzugsmöglichkeiten wie zu Hause. Man ist gezwungen, sich mit dem Partner auseinanderzusetzen und bis zum offiziellen Rückflug zusammenzubleiben. Ein Urlaub ist wie eine Probe fürs „richtige Leben“: Wenn es gut läuft und man den Urlaub gemeinsam genießen kann, ist das zwar auch keine Garantie, aber doch die beste Voraussetzung dafür, dass man auch beim Zusammenleben eine Form findet, die beide Partner glücklich macht.

Besser allein als schlecht begleitet?

Wer ist schon gerne Single? Okay, es gibt tatsächlich einen Vorteil: Man ist frei. Man kann hingehen, wohin man will, essen, was und wann man will, die Filme anschauen, die einem gefallen und niemand sitzt daneben, meckert und versaut einem den Abend. Man wird nicht kontrolliert, niemand ist eifersüchtig, niemand hat schlechte Laune. Doch auf Dauer – ist es wirklich so schön, immer frei zu sein? Es gibt ja das Sprichwort: Besser allein als schlecht begleitet. Aber immer allein? Die ganze Zeit???

Es ist ein ganz natürliches menschliches Verlangen, eine Partnerin bzw. einen Partner zu suchen. Und glücklicherweise muss man ja heute nicht mehr unbedingt heiraten. Man muss auch nicht für den Rest des Lebens zusammen in einem Ehebett liegen und dem anderen beim Schnarchen zuhören. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, eine Partnerschaft zu leben. Manche Paare ziehen es vor, nicht zusammen zu wohnen. Dann kann man sich gegenseitig besuchen, egal ob man in verschiedenen Wohnungen oder Städten lebt, und jeder Besuch ist etwas Besonderes. Manche Paare leben sehr weit voneinander entfernt, etwa in einem anderen Land oder Kontinent, und können über Wochen und Monate nur digital miteinander kommunizieren. Why not?

Wichtig ist einzig und alleine, dass sich beide wohlfühlen in ihrer Partnerschaft. Dann kommt das Gefühl, schlecht begleitet zu sein, auch gar nicht erst auf.

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Glück in der Liebe – Pech im Spiel

Oder umgekehrt: Wer Glück im Spiel hat, hat Pech in der Liebe. Diese Verknüpfung hält sich hartnäckig. Und nicht nur in Deutsch, auch die Engländer kennen dieses Sprichwort: Lucky at cards – unlucky in love.

Ist das nun wirklich so? Und wenn ja, warum? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Es gibt Vermutungen darüber, dass es sich um die nicht ganz richtige Übersetzung eines alten spanischen Sprichwortes handelt, dessen sinngemäße Aussage war: Wer sein Glück im Spiel sucht, wird kein Glück in der Partnerschaft haben. Bzw.: Wer immer in Spielcasinos ‚rumhängt und sein Geld verzockt, wird in der Liebe sicher keinen großen Erfolg haben. Oder auch: Der Spielsüchtige wird sich um Haus und Hof bringen.

Ja, es gibt Leute, die haben Glück im Spiel. Aber haben sie deshalb automatisch Pech in der Liebe? Nein, ganz sicher nicht! Man sollte sich frei machen von solcher Art Programmierungen, weil sie einen nur einschränken. Das Leben hat so viele Überraschungen auf Lager, und wenn man an sich glaubt und positiv an etwas herangeht, hat man die besten Chancen auf Glück – sowohl im Spiel als auch in der Liebe.

Treue – ein heikles Thema

Für Treue gibt es keine festgeschriebenen Regeln. Dafür aber umso mehr Wünsche, Erwartungen und Ansprüche. Natürlich wird niemand gerne betrogen. Auf der anderen Seite hat jeder Mensch auch schon mal ein oder auch mehrere Fremdgeh-Erlebnisse gehabt, und sei es nur in der Fantasie.

Treue, bis dass der Tod Euch scheidet – ist das wirklich so erstrebenswert? Kleben wir nicht alle in unseren Vorstellungen an der happy end-Schlusseinstellung eines jeden alten Hollywood-Liebesfilms, in der die Liebenden sich nun endlich gefunden haben und in einem innigen Kuss für immer und ewig miteinander verschmelzen? Was eventuell nach diesem innigen Kuss kommen könnte, wird in Hollywoodfilmen nicht gezeigt. Um Gottes willen – nein!!! Für alle Zeiten werden diese Frau und dieser Mann sich innig küssen, wahnsinnig lieben, nie streiten, sich immer schön und attraktiv finden und ihre Krisen – wenn es überhaupt welche geben sollte – supergut meistern. Und genauso denken auch wir. Eine Beziehung muss alles bieten: emotionale Heimat, Stabilität und sexuelle Erfüllung. Und zwar für immer!

Dieser berühmte Leinwand-Kuss mit allem, was er impliziert, hat sich tief in die Seele unserer westlichen Kultur eingeprägt. Er besiegelt grenzenlose Liebe, bedingungslose Treue und ewigen Beistand. Leider hat dies mit der Realität so gut wie gar nichts zu tun. Im wirklichen Leben geht es nicht immer so schön problemlos dahin, es gibt Umwege, Irrwege und Stolpersteine, es gibt handfesten Beziehungskrisen, Trennungen auf Zeit, Versuchungen und Verführungen überall. Und Christian Morgenstern hatte recht, wenn er meinte: Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.

Dies soll aber nun kein Plädoyer für Untreue werden. Im Gegenteil: Treue ist etwas Wunderschönes, solange sie aus freiem Willen geschieht. Oder, wie ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn Treue Spaß macht, dann ist es Liebe. Genau das ist der Punkt. Was aber, wenn Treue nicht mehr Spaß macht?

In unserer heutigen Zeit greifen viele alte Modelle nicht mehr. Das gilt auch für das

Zusammenleben von Mann und Frau. Das Modell der Ehetreue stammt aus Zeiten, in denen die Frau noch keine Möglichkeit hatte, sich selbst und eventuell auch noch Kinder zu ernähren. Zumindest nach außen wahrte man den Schein einer glücklichen Ehe und spielte sich Treue vor. Die gute Nachricht: Heute hat man die Möglichkeit, die für einen am besten passende Form zu wählen und muss sich nicht mehr allgemein gültigen Normen unterordnen.

Es gibt so viele verschiedene Formen, eine Beziehung zu leben, wie es Menschen gibt. Es gibt Pärchen, die immer zusammen und ein Leben lang miteinander glücklich sind. Es gibt aber auch andere Paare, die sich nicht weniger lieben, aber gegenseitig genügend Freiraum lassen für eigene Erlebnisse. Oder Paare, die aus beruflichen Gründen wenig Zeit miteinander verbringen können und sich trotzdem sehr lieben. Die Kunst besteht darin, die Partnerin bzw. den Partner zu finden, die oder der gleich oder zumindest ähnlich tickt. Denn wenn man selbst hohe Erwartungen an Treue hat und sich mit einem notorischen Fremdgänger zusammentut, wird man ganz sicher niemals glücklich.